Große Resonanz beim Maibaum-Stellen

Turnier zum 1. Mai und „Race to Sonnenbühl“

von Jürgen Schaal

Manche Golfer trauten ihren Augen nicht, als sie am Sonntagmorgen kurz nach acht Uhr zum Golfplatz fuhren: Dichter Nebel am 1. Mai, Sicht unter 100 Meter - das Autofahren geriet zum Blindflug und ans Golfspielen war nicht zu denken. Die Gefahr war einfach zu groß, dass irgendjemand durch einen verirrten Ball im Nebel verletzt worden wäre. Also beschloss die Spielleitung unter Führung von Bernd Ruof, den Start zu verlegen. Statt um 9 Uhr ging es eine Stunde später los, statt Kanonenstart wurde der Reihe nach begonnen und aus dem 18-Loch-Turnier ist eines über 9 Löcher geworden.

Bei Temperaturen von frostigen drei Grad über Null begann der erste Flight an Tee 1. Gespielt wurde ein 2er Scramble. Zwei Spieler bilden ein Team. Jeder schlägt seinen Ball und es wird immer von der Stelle weitergespielt, die vermeintlich am besten ist, bis die weiße Kugel im Loch landet. Trotz der ungünstigen Wetterprognose mit Regen, Kälte und Nebel hatten 32 Teilnehmer gemeldet. Sie wurden belohnt. Auffrischender Wind kurz nach dem Start blies den Nebel weg, der Regen blieb aus und am Ende schaute sogar die Sonne hinter den Wolken hervor.

Als der letzte Flight um 13.30 Uhr das Clubhaus erreichte, standen die Lauchertmusikanten und die Männder von der Feuerwehr vor dem Clubhaus schon bereit. Die 35 Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Annette Fischle spielten vor rund 250 Gästen flott auf, so dass der von der Gemeinde Sonnenbühl gelieferte Maibaum sich unter der fachkundigen Anleitung der Undinger Feuerwehr mit Abteilungskommandant Michael Schäfer „fast“ von alleine aufstellte. Clubpräsident Udo Rogotzki bedankte sich bei den vielen Helfern, die wieder dafür gesorgt hatten, dass alles reibungslos ablief.

Die Sieger

Clubpräsident Udo Rogotzki (links) mit den Siegern in der Nettoklasse B: Dirk Herrmann (rechts) und Armin Engels - © Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V
Clubpräsident Udo Rogotzki (links) mit den Siegern in der Nettoklasse B: Dirk Herrmann (rechts) und Armin Engels - © Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V

Bei der anschließenden Siegerehrung überreichte Udo Rogotzki zum ersten Mal die in Anlehnung an das Olympia-Jahr vorbereiteten Medaillen für die Plätze 1 bis 3 in den einzelnen Kategorien. Außerdem gab es wertvolle Sachpreise für die Gewinner.

 

Ebenfalls eine absolute Neuheit: Das 1. Mai-Turnier wird für das „Race to Sonnenbühl“ gewertet – als erstes von 43 Turnieren im Jahr, die von Mai bis Oktober auf dem Meisterschaftsplatz des GC Reutlingen-Sonnenbühl veranstaltet werden. Der Modus entspricht in etwa der europäischen Profiserie „Race to Dubai“ oder dem Fedex-Cup in den USA. Es werden für die Platzierungen von 1 bis Position 25 bei jedem Turnier in der Brutto- und Nettoklasse Punkte vergeben.

In der Nettoklasse B belegten Hans-Joachim Göbel und Erich Ott den dritten Platz. Auf Rang 2 landete das Team Gabriele und Martin Herfort. Den Sieg holten Dirk Herrmann und Armin Engels mit überragenden 33 Nettopunkten nach 9 Loch.

Auf den dritten Rang in der Nettoklasse A kamen Marko Lukannek und Ernst Kern, Silber holte das Team Jürgen Schaich und Christoph Baldermann. Auf Platz 1 landeten Udo Rogotzki und Markus Maier. Sie erspielten sich 25 Nettopunkte. Bei der Bruttowertung waren Kristian Kemmler und Konstantin Keller mit 19 Bruttopunkten bei 9 gespielten Löchern die Besten. Sie erhielten die Goldmedaille umgehängt.

 

Alle Teilnehmer konnten direkt im Anschluss an die Siegerehrung ihre Punktzahl im „Race to Sonnenbühl“ auf dem Großbildschirm im Clubrestaurant sehen. Auf Position 1 werden Kristian Keller und Konstantin Keller mit jeweils 250 Punkten geführt. Platz 2 belegen Jürgen Schaich und Christoph Baldermann mit je 200 Punkten. Den dritten Rang besetzen mit je 175 Punkten Dirk Herrmann und Armin Engels. Weitere folgen bis auf den 16. Platz, der immer noch mit 70 Punkten gewürdigt wurde.

Es lohnt sich also gleich mehrfach, die kommenden Turniere in Sonnenbühl zu spielen. Erstens wegen der Preise, zweitens wegen der Punkte im „Race to Sonnenbühl“ und last but not least wegen der herrlichen Landschaft am Biosphärengebiet Schwäbische Alb, in welcher die 18 Bahnen harmonisch eingebettet sind.

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