Golf am Kap

Interessante Golfplätze bei Kapstadt und an der Garden Route

von Kai Wunner

Kapstadt von Norden - © Kai Wunner
Kapstadt von Norden - © Kai Wunner

Traumhafte Golfplätze, wunderschöne Strände, tolles Essen und leckere Weine – die Kapregion, umgeben vom atlantischen und indischen Ozean ist immer eine Reise wert. 

 

Vorgestellt wird ein buntes Spektrum an Plätzen in der Westkap-Region, auch wenn dieser nur einen kleinen Ausschnitt der zahlreichen spektakulären Golfplätze darstellt.

Steenberg, De Zalze, Boschenmeer und Hermanus sind einfach von Kapstadt zu erreichen. Zu den spektakulären Plätzen von Oubaai und Pinnacle Point ist es zwar etwas weiter, die Plätze sind es aber absolut wert 400 Kilometer zu fahren, um dort ein paar Tage zu verbringen.

 

 

Durch das angenehme Klima und den europäischen Einfluss in der Kultur, zieht es immer mehr Golfer nach Südafrika. Darüber hinaus sorgt der günstige Wechselkurs für ein sensationelles Preisleistungsverhältnis bei einem Traumurlaub. Den längeren Flug macht das fehlende Jetlag wett, da Kapstadt in derselben Zeitzone wie Istanbul liegt, und man in der Regel nachts fliegt und dabei schlafen kann.

 

In Südafrika ist das Golf spielen im Vergleich zu Europa noch sehr günstig. So erhält man ein 18-Loch Greenfee schon ab 30 Euro und das auf sehr gepflegten Anlagen. Die hier genannten Preise für Greenfee sind die Standard-Touristen-Preise, besonders günstige Teetimes kann man über Portale wie www.golfteetimes.co.za buchen, wenn man flexibel ist.

 

Das Halfway-House hat in Südafrika eine wichtige Bedeutung. Es liegt im oder in der Nähe des Clubhauses, und man kann eine kleine Mahlzeit einnehmen, bevor es weiter auf die Runde geht. Diese Pause ist fest eingeplant und kann 15-20 Minuten dauern.

 

Natürlich finden sich auch in Südafrika Golfplätze für alle Arten von Spielern. Exklusive Plätze finden sich ebenso wie einfache Naturplätze. Fast immer sind sie ein Naturschauspiel und in einem hervorragendem Pflegezustand.

 

Im Folgenden wird ein buntes Spektrum an Golfplätzen vorgestellt. Von exklusiv und mondän, über golferisch anspruchsvoll bis atemberaubend schön.

Steenberg Golf Club

Grün von Loch 14 © Steenberg Golf Club
Grün von Loch 14 © Steenberg Golf Club

Ein Golfplatz auf einem der ältesten Weingüter Südafrikas, das zugleich ein luxoriöses Hotel bei  Kapstadt bietet, ist sicherlich ein Highlight einer jeden Südafrikareise. Hier sind wir dann auch in der Welt der Reichen und Schönen angekommen. Das exklusive 5*-Hotel mit dem Hauptgebäude, das schon 1682 erbaut wurde, hat 30 Zimmer, die in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt sind und jeweils ihre eigene Geschichte und Charme versprühen.

 

Unglaublich schön ist auf jeden Fall der Golfplatz, der harmonisch in die wunderschönen Weinberge bei Constantia eingebettet ist. Wenn die Wolken über den Muizenberg quellen, dann ist das ein Anblick, der den leider nicht ganz so guten Zustand der Grüns vergessen lässt.

Signature Hole 7 von hinten - © Kai Wunner
Signature Hole 7 von hinten - © Kai Wunner

Der 1996 eröffnete Kurs wurde von Peter Matkovich gezeichnet. Matkovic liebt diesen Platz, insbesondere wegen dem abwechslungsreichen Spiel, das die Jahreszeiten und der Wind bewirken. Das Signature-Hole ist die Bahn 7. Ein PAR 3 mit einem gefühlten Inselgrün, bei dem der 360° Grad-Bunker um das Grün die Bälle vor dem Wasser bewahren kann.

 

Das Greenfee mit ca. 75.- € ist für europäische Verhältnisse zwar noch günstig, für Südafrika ist es jedoch bei den ganz Teuren dabei.

De Zalze Golf Club

Loch 18 mit Blick auf das Clubhaus - © De Zalze Golf Club
Loch 18 mit Blick auf das Clubhaus - © De Zalze Golf Club

Mitten in den Winelands bei Stellenbosch liegt der De Zalze Golfplatz, ein 2001 von Peter Matkovich entworfener Parkland-Course. Sinnbildlich für Golf  und Wein in Südafrika steht Ernie Els, der nicht nur als Spieler und Platzdesigner internationales Renommee hat, sondern auch mit seinem Weingut und Restaurant. Das Thema Golf und Wein bringt er in einem Satz auf den Punkt:  „Wein ist wie Golf – bei beiden spricht die Natur das letzte Urteil“. Ein Dinner im Big Easy Restaurant von Ernie Els in Stellenbosch sollte man nicht verpassen. Insbesondere wenn man einen Platz im wunderschönen Garten im Innenhof bekommt. Grundsätzlich gibt es rund um Stellenbosch jede Menge hervorragender Restaurants, speziell in den Weinbergen wie zum Beispiel das Guardian Peak oder das Terroir-Restaurant im Weingut Kleine Zalze, eine sehr beliebte Gourmet-Adresse direkt am Fairway der Bahn 2 von De Zalze.

Loch 13 von der Teebox - © De Zalze Golf Club
Loch 13 von der Teebox - © De Zalze Golf Club

Der Platz ist zwar teilweise hügelig, aber trotzdem gut zu Fuß zu bewältigen. Signature Hole ist die Bahn 13 mit einem Abschlag auf einer kleinen Insel. Je nach Risikobereitschaft kann man den Drive vom Männerabschlag des PAR 4 kurz oder lang über das Wasser spielen und sich damit einen entsprechend kurzen zweiten Schlag aufs halb von Wasser umrandete Grün in 268 Meter Entfernung lassen.

 

Das Greenfee ist mit knapp € 50.- deutlich günstiger als Steenberg und das für einen schönen, interessanten und herausfordernden Platz, den man auf jeden Fall gespielt haben sollte.

Paarl Golf Club - Boschenmeer Golf Estate

Bahn 21 mit dem Paarl Mountain - © Paarl Golf Club
Bahn 21 mit dem Paarl Mountain - © Paarl Golf Club

Noch tiefer in den Winelands, ganz in der Nähe des berühmten Platzes von Pearl Valley, liegt der Paarl Golf Club, eingebettet in das Boschenmeer Golf Estate. Das erste Golf wurde in Paarl schon im Jahre 1899 gespielt und 1910 der Paarl Golf Club gegründet. Mit dem Bau des Boschenmeer Estates, einer exklusiven Wohnanlage, wurde der Platz zur ersten 27-Loch-Anlage im Großraum Kapstadt ausgebaut.

 

Einfacher gestrickt als die ersten beiden Plätze hat er doch unglaublich viel Charme und besticht mit interessanten Bahnen, großer Natürlichkeit und den Blicken auf die Drakenstein Mountains. Das freundliche Personal sorgt für eine ganz entspannte Atmosphäre auf und um den Platz.

 

 

Bahn 25 mit Blick au f die Drakenstein Mountains © Paarl Golf Club
Bahn 25 mit Blick au f die Drakenstein Mountains © Paarl Golf Club

Der Platz kann ganz einfach zu Fuß gespielt werden, da er überwiegend Flach angelegt ist. Die großgewachsenen Bäume und das zahlreiche Wasser sorgen dafür, dass einen sportliche Herausforderungen auf der ganzen Runde begleiten.

 

Das beste Loch ist die Spielbahn 25, die eine echte Prüfung für jeden Golfer darstellt. Pinien links und rechts des Fairway und ein Bach der 80 Meter vor dem Grün die Bahn kreuzt. Das Grün braucht keine Bunker zur Verteidigung, da die starke Ondulierung Herausforderung genug ist.

 

Mit gerade mal € 30,- Greenfee steht der Platz für abwechslungsreifes Spiel bei bestem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Hermanus Golf Club

Grün der Bahn 8 - © Hermanus Golf Club
Grün der Bahn 8 - © Hermanus Golf Club

Rund 120 Km von Kapstadt entfernt, liegt das wunderschöne Ferienstädtchen Hermanus, weltberühmt als Wal-Beobachtungs-Hotspot von September bis November. Der Golfplatz wurde ursprünglich von Bob Grimsdell gezeichnet und 2006 von  Peter Matkovich überarbeitet und durch 9 zusätzliche Löcher auf 27-Loch ausgebaut. Der Parkland-Kurs mit Kikuyu-Gras auf den Fairways und Bent-Gras auf den Grüns wurde in den sogenannten Wetlands angelegt, einem Natur-Refugium mit dem für Südafrika typischen  schönen Fynbos-Pflanzen und zahlreichen Vogelarten. Die Ausblicke auf das Meer und die Raed-na-Gael Mountains sorgen für bleibende Erinnerungen. Im Gegensatz zu dem nahe gelegenen Platz des Arabella-Resort, das zwar sehr schön ist, aber auch ein wenig überkanditelt und hochpreisig, ist der Hermanus Golf Club mit seinem besonders freundlichen Personal nicht nur golferisch ein Erlebnis, sondern eine richtige Wohlfühl-Oase, die auch sportlich zu überzeugen weiß.

Springböcke auf dem Platz - © Hermanus Golf Club
Springböcke auf dem Platz - © Hermanus Golf Club

Das Signature Hole ist die Spielbahn 11. Schon beim Drive muss man die schmale Lücke zwischen den Bäumen treffen, die sich dann als leichtes Dogleg nach links zum Grün erstreckt. Das Grün wird links von zwei Bunkern verteidigt und fällt rechts gefährlich steil ab.

 

Ein besonderes Erlebnis hat man, wenn einem die auf dem Platz heimischen Springböcke über den Weg laufen. Die nicht scheuen Tiere kann man mit Glück ganz aus der Nähe beobachten.

 

Mit einem Greenfee von um die € 30,- ist der Platz günstig und macht einfach nur Spaß. Hermanus ist ein absolutes Muss, wenn man in der Gegend ist!

Pinnacle Point Estate - Beach - Golf - Heritage

Die Bahn 18 mit Clubhaus - © Kai Wunner
Die Bahn 18 mit Clubhaus - © Kai Wunner

Knapp 400 km östlich von Kapstadt liegt Mossel Bay mit dem Pinnacle Point Golfplatz. Diesen Platz kann man getrost als das Pebble Beach von Südafrika bezeichnen. Der 2006 von Peter Matkovich entworfene Links Course ist atemberaubend in die Klippen über dem Indischen Ozean gebaut. Mitgestalter Darren Clarke bezeichnet den Platz "als einen der besten auf dem Planeten!"

 

Selten findet man so häufig dramatische Aussichten und ein atemberaubendes Gelände, wie das in welches die 18 Loch des PAR 72 Kurses integriert wurden. Insgesamt 7 Löcher verlaufen direkt an der Steilküste entlang mit Blick auf den tosenden Ozean und viermal muss man über das Meer und Klippen hinweg spielen.

Pinnacle Point Panorama - © Kai Wunner
Pinnacle Point Panorama - © Kai Wunner
Signature Hole Bahn 7 PAR 3 - © Kai Wunner
Signature Hole Bahn 7 PAR 3 - © Kai Wunner

Glücklicherweise ist der Platz so angelegt, dass Golfer jeder Spielklasse einen angemessenen Abschlag bekommen, wenn nicht gerade starker Wind weht. Longhitter können zum Beispiel an der Bahn 8, einem Par 4 direkt das Grün angreifen, wenn sie 240 Meter Carry über den Indischen Ozean spielen. Der normale Golfer sollte jedoch auf dem schmalen Fairway vorlegen und dann das auf einer Klippe gelegene Grün angreifen. Auch wenn die Wahl wegen der vielen spektakulären Löcher schwerfällt, für die meisten Golfer ist die Bahn 7 das Signature Hole. Der Abschlag des PAR 3 von der einen Klippe auf  das Inselgrün auf der nächsten Klippe - quer über den Indischen Ozean - lässt einem ehrfürchtig den Atem stocken.

 

Der weite Weg von Kapstadt lohnt sich auf jeden Fall. Der Platz ist ein absolutes Pflichtprogramm, zumal es von dort zu den Plätzen in der Nähe von George nicht mehr weit ist. Besonders interessant sind die Stay&Play-Angebote, die man schon für um die € 100,- pro Nacht im Pinnacle Point Estate bekommen kann.

Oubaai Golf Club

Bahn 17 PAR 3 mit Aussicht - © Kai Wunner
Bahn 17 PAR 3 mit Aussicht - © Kai Wunner

Gerade mal 40 Km östlich von Pinnacle Point liegt der Oubaai Golf Club. Mit dem 5* Hyatt Regency Oubaai Golf Resort & Spa gibt es ein wunderschönes Hotel beim Golfplatz, alternativ kann man auch die schönen Villen am entlang des Golfplatzes buchen. Ebenfalls in die Klippen über dem Indischen Ozean gebaut ist der Ernie Els Signature Course eher ein typischer Links Course. Viel hohes Gras entlang der saftig grünen Fairways, viele anspruchsvolle Bunker und pfeilschnelle ondulierte Grüns sind eine echte Herausforderung für jeden Golfer. Von den Damen-Abschlägen spielt sich der Platz jedoch mit 4783 Metern deutlich kürzer, als vom Männer Abschlag mit 6066 Metern.

Bahn 6 herausforderndes PAR 3 - © Kai Wunner
Bahn 6 herausforderndes PAR 3 - © Kai Wunner

Die Wahl des Signature Hole ist deshalb für Damen und Herren unterschiedlich. Bei den Herren ist es die Bahn 6, ein PAR 3 über 175 Meter mit einem Abschlag über eine tiefe bewaldete Schlucht auf ein seitlich hängendes Grün, das eine echte Herausforderung ist. Da die Damen hier gerade mal 85 Meter aufs Grün haben, gefällt besser das gleichlange Par 3 an der Bahn 17. Der wunderschöne Blick auf den Indischen Ozean ist hier ausschlaggebend.

 

Für ein Greenfee von € 50,- bekommt man je nach Wind eine umso herausforderndere Runde geboten.

Wenn man es schon bis an den Anfang der Gardenroute geschafft hat, dann sollte man unbedingt weiter über George bis Knsyna und Plettenberg Bay mit weiteren tollen Golfplätzen wie Fancourt, Pezula und Simola, um nur die bedeutendsten zu nennen. An den Tagen ohne Golf gibt es in Südafrika natürlich jede Menge bekannte und nicht so bekannte, aber immer spektakuläre Sehenswürdigkeiten zu sehen. Exemplarisch hier der kaum bekannte, weil erst nach 6 Kilometer Schotterpiste erreichbare Traumstrand von Noetzie Beach bei Knysna.

Einsamer Traumstrand Noetzie Beach bei Knysna - © Kai Wunner
Einsamer Traumstrand Noetzie Beach bei Knysna - © Kai Wunner

Links zu den Golfplätzen und Informationen über die Western Cape Region:

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