Die Tour-Pros Florian Fritsch und Isi Gabsa zu Gast auf der CMT

Fun und Talk am Messestand der 0711 GOLF CREW und STUTTGART GOLF COMMUNITY

von Kai Wunner

Die Pros Isi Gabsa und Florian Fritsch mit dem kompletten vorstand der GOLF CREW - © Kai Wunner
Die Pros Isi Gabsa (3.v.r.) und Florian Fritsch (2.v.r.) mit dem kompletten Vorstand der GOLF CREW - © Kai Wunner

Überraschungsgäste auf dem Messestand der 0711 GOLF CREW und der STUTTGART GOLF COMMUNITY im Rahmen der Golf- & WellnessReisen auf der CMT in Stuttgart: Isi Gabsa, Proette auf der Ladies European Tour (LET) und der US-Tour der Damen (LPGA) sowie Florian Fritsch, Pro auf der European Tour, nahmen am Chip-Contest zu Gunsten von Clean Winners e.V., dem Charity-Projekt von Tennis-Legende Charly Steeb.

 

Natürlich wurde der Besuch dann auch gleich für ein spontanes Interview auf dem Sofa der Hochland Kaffee-Lounge mit dem Präsi der 0711 GOLF CREW, Stefan Kunz, genutzt.

Zu erst zum sportlichen Teil, dem  Chipping-Contest für einen guten Zweck. Dabei musste ein Almost-Golfball aus fünf Metern Entfernung in die Lücke von der Größe einer Bierkiste im Meckatzer-Bierkastenturm  geschossen werden. Die Almost-Golfbälle werden beim Crossgolf verwendet und sind deutlich weicher als ein normaler Golfball. So bestand niemals Gefahr für die Messebesucher.

 

Isi Gabsa legte mit starken fünf Treffern die Latte gleich mal ganz hoch. Florian Fritsch gab alles, die ersten vier Bälle fanden auch den Weg in die Lücke, nur der letzte Versuch scheiterte knapp an der Kante! Also endete das Matchplay der Geschlechter 5:4 für Isi!

Isi und Florian beim Chipping-Contest

Danach ging es dann mit dem Präsi der 0711 GOLF CREW auf das Knoll-Sofa zum spontanen Interview mit den beiden erfolgreichen Golf-Profis.

Das Interview: Isi Gabsa und Florian Fritsch stellen sich den Fragen von Stefan Kunz

Stefan Kunz:

Wie seht ihr die Entwicklung der deutschen Spieler auf der Tour, aber auch im Amateur-Bereich?


Isi Gabsa:

Ich finde, dass es aufwärts geht im Amateurbereich. Alle Damen die jetzt auf der Tour sind, sind groß geworden im DGV und durch dessen Unterstützung. Wir sind jetzt sechs oder sieben auf der LET. Zur Entwicklung der Herren gebe ich weiter an Florian...


Florian Fritsch:

Wir sind inzwischen auch ein paar, und wir sind deutlich mehr geworden. Am Anfang war die ganze Masse auf der ProGolf- oder Challenge-Tour. Aber jetzt sind wir mit sechs  oder sieben Spielern auf der European Tour, und auf der Challenge-Tour tummeln sich auch wieder einige und halten sich dort. Es gibt immer mehr, die versuchen sich nach oben zu arbeiten und zeigen, dass sie gerne den nächsten Schritt zur European-Tour machen wollen. Ich glaube um den Nachwuchs müssen wir uns zur Zeit weniger Sorgen machen. Wir haben Deutsche auf der Alps TOUR und einige, die sich Richtung USA orientieren und sich dort über die diversen Touren dort nach oben arbeiten wollen.  Wir haben den Max Rottluff, der auf der Canadian Tour in Kanada gewonnen hat. Wir haben den Stephan Jäger mit seiner unglaublichen 58 auf der Web.com-Tour. Den Torben Bauman, der es auf der Sunshine-Tour in Südafrika versucht hat.
Wir sind immer mehr, die auf mehr Touren unterwegs sind, und inzwischen setzt sich die Qualität durch.


Stefan Kunz:

Gab es da ein Umdenken bei den jungen Spielern? Es gab ja mal vor ein paar Jahren den provozierenden Artikel von Oskar Brunnthaler der in der GOLFTIME: Die Spieler sind viel zu satt, die kriegen zu viel von vornherein, zu viel Unterstützung durch den DGV. Hat da ein Umdenken stattgefunden? So nach dem Motto "denen zeigen wir es jetzt aber!"

 

Isi Gabsa:

Ich glaube, es haben sich einfach mehr Spieler getraut, einfach mal auf die Tour zu gehen und das einfach mal auszuprobieren. Es ist schwer und man weiß nie wie es ausgeht. Die haben einfach Lust auf der Tour zu spielen, probieren es einfach mal und schauen wo es hinführt. Ob man einfach so irgendwie im Golfbereich bleibt oder es wenigstens mal versucht hat. Die Erfahrung möchte man eben einfach mitnehmen.


Florian Fritsch:

Ich finde das ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite wird man im Amateurbereich gefördert durch den Verband, die Landeskader, die Golfclubs und natürlich das Golf-Team Germany. Und wenn man dann Pro wurde  ist man in der Vergangenheit Gefahr gelaufen, das alles zu verlieren. Man muss auf einmal alles alleine regeln. Da gab es sicherlich Spieler, die sich gesagt haben, das traue ich mich einfach nicht. Bei denen auch die Eltern gesagt haben, das können oder wollen wir nicht finanzieren. Lerne erst mal was Gescheites und dann geht es in die Ausbildung oder ins Studium. Zu satt? Kann sein, vielleicht ist aber auch der Riss einfach zu krass. Diese Umstellung von der Komfort-Zone einiger Fördertöpfe zu gar nichts nicht als Profi in der Vergangenheit. Das ist jetzt besser, da einige Fördermaßnahmen auch übergreifend in den Profibereich nutzbar sind.


Gerade bei den Damen ist das elementar! Wir sehen ja, wie die Verteilung der Preisgelder ist. Die Damen auf der LET & LPGA sind genauso auf der Tour unterwegs wie wir, verdienen aber nur ein Zehntel von dem was wir verdienen, haben aber die gleichen Kosten. Da ist es richtig richtig hart! Deshalb ist es gerade dort sehr wichtig, dass so eine Förderung greift. Wir brauchen den Mut jetzt: Ja es ist teuer, ja es ist schwer, aber wir stehen dahinter und unterstützen. Dann werden auch immer mehr Spielerinnen  und Spieler den Weg auf die Tour schaffen.


Stefan Kunz:

Wir von der 0711 GOLF CREW sind ein gemeinnütziger Verein, aber kein normaler Golfclub, sondern ein Verein, der sich auf die Fahnen geschrieben hat den Golfsport zu entstauben. Weg von den typischen Klischees, die bei Vielen über den Golfsport bestehen! In München gibt es seit sechs Jahren die Königlich Bayerischen GolfHeroes, die gehen mit mittlerweile über 900 Mitgliedern durch die Decke.  Mit der GOLF CREW sind wir seit zwei Jahren am Start und kommen so langsam ins rollen. Martin Kaymer hat einmal gesagt, er spielt so gerne in Amerika, weil er dort auch mal in Flip Flops auf der Driving Range stehen und ein Bierchen trinken kann.
Seht ihr das auch so, dass wir in Deutschland lockerer an den Golfsport ran gehen sollten? Also so wie wir bei der 0711 GOLF CREW?


Isi Gabsa:

Ich kenne das aus den USA, dass man da auch mal ein Sixpack auf dem Platz dabei hat und auf dem Handy Musik laufen lässt. Die wollen einfach Spaß haben auf dem Golfplatz, und ich denke das sollte auch in Deutschland so langsam mal ankommen, das Golf nicht nur „Polohemd an und alle brav sein“ bedeutet, sondern dass man auch richtig Spaß dabei haben kann.


Einwurf von Stefan Kunz:

Das heißt aber nicht das man sich nicht an Regeln und Etiquette halten muss, sondern das richtige Maß findet den Spaß einzubauen. Ich denke das ist auch ein wichtiges Thema für den DGV und die Landesverbände.


Florian Fritsch:

Ich glaube hier geht es einfach um eine Respekt-Frage für beide Welten. Am Ende sind Golfclubs nichts anderes als private Vereinigungen. Genauso wie Ihr das Recht habt Euren lockeren Verein zu gründen, kann das ein elitärer Club mit seinen Mitgliedern auf seine Art machen. Wichtig ist der Respekt  und die Anerkennungsfrage. Aber man sollte beide Welten akzeptieren. Es ist schwer das in einer Welt zu integrieren, Traditions-Golf mit Golf&RocknRoll zu verbinden ist sicherlich nicht einfach, aber nicht unmöglich. Wenn man sich gegenseitig anerkennt, dann tragen beide Seiten etwas dazu bei den Golfsport zu entwickeln.


Stefan Kunz:

Zum Abschluss noch ein Frage an euch. Wie ihr wisst haben wir mittlerweile über 150 Mitglieder und auch einige illustre Ehrenmitglieder bei der 0711 GOLF CREW, wie den Charly Steeb, den Sven Ottke und auch den Alice Cooper haben wir mit dabei! Wie sieht es mit Euch aus? Isi wäre nach Susi Erdmann das zweite weibliches Ehrenmitglied. Florian der erste Tour-Pro! Ihr kriegt da auch unser geniales Bag-Tag und es wäre schön, wenn ihr mal ein Foto machen könntet, wie das an eurem Bag hängt!


Florian Fritsch:

Da muss ich als Münchener ein bisschen über meinen Schatten springen, aber ihr seid ja auch im Süden, dann haut das natürlich hin. Ich bin dabei! 


Isi Gabsa:

Ja, da bin ich gerne dabei. 

 

Stefan Kunz:

Es ist mir eine große Ehre: Herzlich willkommen bei der 0711 GOLF CREW!

Isi Gabsa

Isi ist am 07.06.1995 in München geboren und wohnt aktuell in Tübingen. Sie spielt seit 2012 auf der Ladies European Tour, der LPGA Tour (USA) und auf der Symetra Tour. Ihre Trainings-Basen sind der Golf Club St. Leon-Rot und der CREW-Partnerclub GC Domäne Niederreutin.

Florian Fritsch

Florian ist am 29.10.1985 in München geboren und wohnt in Heidelberg. Er spielt seit 2009 auf der European Tour. Seine Trainings-Basis ist der Golf Club St. Leon-Rot und der Golfclub Heidelberg-Lobenfeld.


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