5 Golfregeln, die Du unbedingt kennen solltest

Strategie und Taktik

von Fabian Bünker

Es gibt aus meiner Sicht nur 5 Golfregeln, die jeder Golfer kennen sollte. Bei den anderen reicht es, wenn du weißt, wo sie stehen.

Leider erlebe ich es aber immer wieder – unabhängig von der Spielstärke -, dass Golfregeln nicht bekannt sind. Dabei helfen die meisten Regeln dem Spieler sogar. Und ich bin ganz bei dir, alle 34 Golfregeln musst du nicht auswendig kennen. Dafür solltest du einfach immer ein aktuelles Regelbuch im Bag haben. Kostenpunkt: 6,95 € in deinem Pro Shop oder im Buchhandel. Und im Falle des Falles holst du es einfach raus und kannst anhand des Registers und Stichwortverzeichnis schnell nachschauen, wie zu handeln ist. Oder du hast die offizielle Golfregel App auf deinem Smartphone. Hilft genauso!

Aus meiner Sicht gibt es aber 5 Golfregeln, die du unbedingt kennen solltest, da sie ständig angewandt werden müssen aber leider häufig falsch ausgelegt werden.

Diese 5 Golfregeln solltest du unbedingt kennen:

1. Golfregel 25: Boden in Ausbesserung

 Das aktuelle Golfregelbuch
Das aktuelle Golfregelbuch

Was ist das?

Behinderung durch einen ungewöhnlich beschaffenen Boden ist gegeben, wenn ein Ball in einem solchen Umstand liegt oder ihn berührt oder wenn durch diesen Umstand die Standposition des Spielers oder der Raum seines beabsichtigten Schwungs betroffen ist. Liegt der Ball des Spielers auf dem Grün, ist Behinderung auch dann gegeben, wenn sich ein ungewöhnlich beschaffener Boden auf dem Grün auf seiner Puttlinie befindet. Anderenfalls ist, wenn sich ein solcher Umstand lediglich auf der Spiellinie befindet, keine Behinderung nach dieser Regel gegeben.

Wie ist zu verfahren?

Du musst Erleichterung in Anspruch nehmen  und am nächstgelegenen Punkt innerhalb einer Schlägerlänge – nicht näher zum Loch –  droppen. Dieser Punkt darf sich nicht in einem Hindernis oder auf dem Grün befinden. Pech hast du allerdings im Bunker. In diesem Fall musst du im Bunker bleiben, da es sich beim Bunker um ein Hindernis handelt. Auf dem Grün legst du den Ball anstatt in zu droppen. Vor dem droppen/ legen darfst du den Ball reinigen.

Gibt es Strafschläge?

Nein! Es sei denn du musst mit deinem Ball aus dem Bunker raus.

 

2. Golfregel 26: Wasserhindernis

Was ist das?

Du musst zwischen einem gelb markierten und einem rot markierten Wasserhindernis unterscheiden. Um diese Regel anwenden zu können, musst du allerdings zu 100 % sicher sein, dass der Ball auch wirklich in einem Wasserhindernis liegt.

Youtube-Video - Gelb markiertes Wasserhindernis: Wie ist zu verfahren?

Du hast drei Möglichkeiten:

  1. Du kannst den Ball noch spielen. Dann spiel ihn:).
  2. Du gehst zu der ursprünglichen Stelle, von der du geschlagen hast, zurück und droppst dort. Nachteil: Längenverlust.
  3. Du droppst deinen Ball in der Verlängerung Fahne – Kreuzungspunkt des Balles mit dem Hindernis und kannst auf dieser Linie so weit zurückgehen, wie du möchtest. Eine sehr gute Alternative, um ggf. auf das Fairway zu kommen.


Gibt es Strafschläge?

Wenn du den Ball droppst, erhältst du einen Strafschlag.

Youtube-Video - Rot markiertes Wasserhindernis: Wie ist zu verfahren?

Du hast fünf Möglichkeiten:

  1. Du kannst den Ball noch spielen. Dann spiel ihn:).
  2. Du gehst zu der ursprünglichen Stelle, von der du geschlagen hast zurück und droppst dort. Nachteil: Längenverlust.
  3. Du droppst deinen Ball in der Verlängerung Fahne – Kreuzungspunkt des Balles mit dem Hindernis und kannst auf dieser Linie so weit zurückgehen, wie du möchtest.
  4. Du droppst den Ball mit zwei Schlägerlängen – nicht näher zur Fahne – am Kreuzungspunkt.
  5. Du kannst auf der Gegenüberliegenden Seite vom Kreuzungspunkt (gleichweit von der Fahne entfernt) ebenfalls mit zwei Schlägerlängen – nicht näher zur Fahne –  droppen.


Gibt es Strafschläge?

Wenn du den Ball droppst, erhältst du einen Strafschlag.

Wichtig!

Die Linie des Wasserhindernisses selber gehört schon zum Hindernis. Berührt dein Ball diese Linie also, dann gilt er als im Hindernis.

3. Golfregel 27: Ball im Aus

Was ist das?

Das Aus begrenzt den Platz.

Wie ist zu verfahren?

Du musst von der Stelle, von der du ins Aus geschlagen hast, einen neuen Ball ins Spiel bringen. Droppe so nah wie möglich an dieser Stelle einen Ball. Auf dem Abschlag darfst du den Ball natürlich wieder aufteen. Dieser Ball ist dann „Ball im Spiel“. Es sei denn, du spielst in als provisorischen Ball weiter, weil du nicht sicher bist, ob dein Ball im Aus ist.

Gibt es Strafschläge?

Ja, einen Strafschlag und leider den Distanzverlust.

Wichtig!

Die Auslinie selber ist Aus. Berührt dein Ball aber noch mit einem Teil den Platz, ist er noch im Spiel. Dabei ist es egal, ob ein Teil von ihm bereits im Aus liegt.

4. Golfregel 27-2: Provisorischer Ball

Was ist das?

Kann ein Ball außerhalb eines Wasserhindernisses verloren oder im Aus sein, darf der Spieler zur Zeitersparnis in Übereinstimmung mit Regel 27-1 provisorisch einen anderen Ball spielen. Also lieber einmal zu viel einen provisorischen Ball spielen, als zurück laufen zu müssen und den Spielfluss zu unterbrechen.

Youtube-Video - Provisorischer Ball: Wie ist zu verfahren?

Wie ist zu verfahren?

Droppe so nah wie möglich an der Stelle, von der du den vorherigen Ball geschlagen hast. Sobald du deinen provisorischen Ball von einer Stelle näher zum Loch als den vorherigen Ball gespielt hast, wird dieser zum Ball im Spiel!

Gibt es Strafschläge?

Erst einmal nein, es sei denn der provisorische Ball wird zu Ball im Spiel. Dann erhältst du einen Strafschlag zusätzlich zu den vorher durchgeführten Schlägen.

5. Golfregel: Ball Unspielbar

Was ist das?

Du kannst deinen Ball überall auf dem Platz (außer im Wasserhindernis) für unspielbar erklären. Normalerweise machst du das aber nur, wenn du überhaupt keine Schlag durchführen kannst oder du mit einem Drop und dem Strafschlag bei den folgenden Schlägen Schläge einsparen könntest.

Youtube-Video - Ball unspielbar: Wie ist zu verfahren?

Wie ist zu verfahren?

Wenn du deinen Ball für unspielbar erklärst, hast du drei Möglichkeiten den Ball zu droppen:

  1. An der Stelle des vorherigen Schlags.
  2. Auf der Linie „Ball – Fahne“ zurück soweit, wie du es möchtest.
  3. Innerhalb von zwei Schlägerlängen nicht näher zum Loch.


Gibt es Strafschläge?

Ja, einen Strafschlag.

Was du noch zu den Golfregeln wissen solltest

Zwei Dinge, die mir im Zusammenhang mit den Golfregeln noch wichtig sind.

1.Scorekarte

Du als Spieler bist für deine Scorekarte und deinen Score verantwortlich. Nicht der Zähler oder sonst jemand. Das heißt für jeden Fehler auf der Scorekarte gibt es nur einen „Schuldigen“. Sei also besonders achtsam, wenn du deine Scorekarte kontrollierst. Vor allem rate ich dir, dir den Score nicht vorlesen zu lassen, sondern ihn selber anhand deiner Notizen abzugleichen.

2. Regelfragen

Sollte einmal eine Regelfrage auf dem Golfplatz aufkommen und es keine Einigkeit über das richtige Vorgehen geben, dann sind meine Tipps immer diese:

  • Du als Spieler bist für deinen Score verantwortlich. Wenn du dir sicher bist, dass du richtig liegst, dann entscheidest du, wie du spielen möchtest. Kein anderer!
  • Du bist dir selber unsicher? Dann spiele einen Regelball und kläre alles in Ruhe nachher mit der Spielleitung.

Deine Meinung?

Das waren meine 5 Regeln, die jeder Golfer aus meiner Sicht kennen sollte. Welche Regeln sind aus deiner Sicht wichtig oder welche Meinung hast du zu den Golfregeln? Oder hast du ein Regelerlebnis, dass du berichten möchtest, dann her damit in die Kommentare unter diesem Artikel!

Und jetzt, viel Spaß auf dem Golfplatz!

„Up & Down“

Dein Fabian

Alle Informationen und Quellen (Videos) von Rules4You

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