„Sitzen ist das neue Rauchen“

1. Golf- und Gesundheitstag beim Golf Club Hetzenhof: 60 Teilnehmer erfahren viele Neuigkeiten zum Thema „Schwindel und Gleichgewicht“

von Jörg Hinderberger

Die erste Auflage des Golf- und Gesundheitstags im Restaurant des Golf Club Hetzenhof wurde von 60 Teilnehmern sehr gut angenommen. Die Referenten und Ehrengäste sorgten für einen abwechslungsreichen Tag. „Es ist klasse, dass sich der Golf Club Hetzenhof vor dem Start der Golfsaison mit wichtigen gesundheitlichen Themen beschäftigt“, sagte Ehrengast Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die Organisatoren der HR-GOLFschule, namentlich Harald Ruoss und Marco Müntnich, sowie Kevin Eisele vom Rehazentrum Eisele in Schwäbisch Gmünd wussten nicht, ob der 1. Golf- und Gesundheitstag gut ankommt. Umso glücklicher waren alle, dass die 60 Teilnehmer ein positives Feedback zogen.

Referent Harald Ruoss - © Johannes Zimmermann
Referent Harald Ruoss - © Johannes Zimmermann

Das Thema „Schwindel und Gleichgewicht“ in Zusammenhang mit dem Golfsport wurde von den Referenten Dr. Rainer van Braam (Hals-Nasen-Ohrenarzt und Allergologe), Dr. Jürgen Wacker (Sportmediziner und Orthopäde), Georg Haggenmüller (Facharzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie), Kevin Eisele (Physiotherapeut) sowie den Golftrainern Harald Ruoss und Marco Müntnich aus verschiedenen Blickrichtungen beleuchtet. Dank der Sponsoren (Porschezentren Schwäbisch Gmünd und Göppingen, Kreissparkasse Ostalb und Optik Kötzle aus Schorndorf) hatten die Teilnehmer auch die Möglichkeit, in Christiane’s Golfrestaurant einen Sehtest oder Gleichgewichtstest zu machen.

Dr. Rainer van Braam stellte die schlimmsten Störungen vor, die zu einem Schwindel führen können: „Es gibt den Altersschwindel, Angstschwindel, Bewegungskrankheiten, neurologische Ursachen oder auch zum Beispiel Herz-Kreislaufregulationsstörungen, die zum Schwindel führen können. Auch Drogen und Medikamente können Ursachen sein.“ Daher sei es oft nicht möglich, nach einem ersten Gespräch mit dem Patienten eine sofortige Ursache zu finden. „Es müssen viele Ursachen erst ausgeschlossen werden, was schon eine längere Zeit in Anspruch nehmen kann. Bei schweren Fällen gibt es Medikamente, die zumindest kurzfristig dem Patienten helfen“, berichtete Dr. Rainer van Braam.

Referent Dr. Jürgen Wacker - © Johannes Zimmermann
Referent Dr. Jürgen Wacker - © Johannes Zimmermann

Sportmediziner und Orthopäde Dr. Jürgen Wacker fasste seinen Vortrag mit dem Statement „Sitzen ist das neue Rauchen“ zusammen. Der Bewegungsmangel könne nämlich auch zu Schwindel- oder Gleichgewichtsproblemen führen. Einen anderen Ansatz erklärte Georg Haggenmüller den Teilnehmern. „Ich suche nicht nach den Ursachen, sondern schaue mir den ganzen Menschen an. Oft befindet sich der Schwindelpatient nämlich in einem Kreislauf, in dem auch Angst und Depressionen vorkommen. 50 bis 70 Prozent der Schwindelsyndrome sind nämlich nicht hoch plausibel oder beweisend einer Diagnose zuzuordnen. Daher geht es mir um den Menschen, um ihm die Symptome rasch lindern zu können, auch wenn es keine Klarheit über Ursache und Prognose gibt“, äußerte sich Georg Haggenmüller.

Es folgte ein Interview mit Profiboxer Kasim Gashi aus Heubach, der einen sympathischen Eindruck hinterließ. Alle Teilnehmer werden ihm am 28. April beim Kampf um den Titel des internationalen deutschen Meisters (BDB, Super-Weltergewicht) in Kempten (Allgäu) über den Livestream die Daumen drücken. Nach einer Pause mit Finger Food und Getränken durften sich die Aussteller vor Ort um die Gäste mit ihren Angeboten kümmern, ehe Norbert Barthle die zweite Runde einläutete. Barthle machte noch einmal darauf Aufmerksam, dass es ein Gesetz „Sport auf Rezept“ gibt, welches Vereine nutzen könnten. Außerdem berichtete er über das Skifahren und verglich immer wieder, dass Skifahren und Golfen Parallelen haben. „Es kommt beim Skifahren und Golfen auch auf das innere Gleichgewicht an, um sich zu verbessern. Schließen Sie einmal beim Golfschwung die Augen und sie fühlen viel besser, wie die Ausholbewegung und der Treffmoment waren“, sagte Barthle.

Referent Kevin Eisele - © Johannes Zimmermann
Referent Kevin Eisele - © Johannes Zimmermann
Die Teilnehmer bei der Grips-Gymnastik - © Johannes Zimmermann
Die Teilnehmer bei der Grips-Gymnastik - © Johannes Zimmermann

Referent Marco Müntnich beim Training mit der Gleichgewichtsmatte  - © Johannes Zimmermann
Referent Marco Müntnich beim Training mit der Gleichgewichtsmatte - © Johannes Zimmermann

Zur Auflockerung folgte die Grips-Gymnastik von Marco Müntnich, ehe Kevin Eisele aus physiotherapeutischer Sicht einige Videos aus der Praxis zeigte, wie man professionell trainieren kann. „Wenn eine Ursache für den Schwindel feststeht, gibt es auch die Möglichkeit, mit einem gezielten Training etwas dagegen zu tun“, erklärte Eisele.

 

Den Abschluss der Vorträge machten Harald Ruoss und Marco Müntnich von der HR-GOLFschule, die auch den Nichtgolfern praktische Tipps mitgeben konnten, wie man mit einem stabilen Stand und einer guten Körperhaltung den kleinen runden Ball besser trifft.

 

Beim abschließenden Schnuppergolfen wurde eine interessanter 1. Golf- und Gesundheitstag beendet.  „Herzlichen Glückwunsch zu dieser in allen Bereichen sehr gut gelungenen Veranstaltung. Ich denke, dass ich abschätzen kann, welche Arbeit dahintersteckt. Ich wünsche der zweiten Veranstaltung im März 2019 ein gleich gutes Gelingen“, gab es bereits ein schriftliches Feedback aus dem Teilnehmerkreis.

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