Golfclub für die Zukunft gut aufgestellt

Positive Stimmung bei Mitgliederversammlung – Arbeitsleistungen ohne Gegenstimmen beschlossen

von Jürgen Schaal

Der Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V.  ist für die Zukunft gut aufgestellt. Diese Botschaft nahmen die knapp 90 Golferinnen und Golfer mit, die am Mittwoch, dem 21. März 2018, die Mitgliederversammlung in der Brühlhalle, Undingen, besuchten. Ein Grund dafür ist, dass der Club 2017 erneut einen respektablen Zuwachs bei den Mitgliedern erzielte. Präsident Udo Rogotzki trat aber trotz positiver Entwicklungen auf die Euphoriebremse. Die Zukunftssicherung kann seinen Worten nach nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen. „Packen wir es an“, lautete sein Motto.

Der erfreuliche Zuwachs bei den Mitgliedern (plus 21) auf 669 liegt laut Udo Rogotzki zum einen an der Zunahme der Teilnehmer an Platzreifekursen, zum anderen an der bundesweiten Aktion „bring your friends“, die 2017 startete und 2018 fortgesetzt wird. Jedes Mitglied kann nicht golfende Freunde mitbringen und mit Ihnen an bestimmten Tagen nach kurzer Einweisung sofort auf den Platz. „Diesen Trend gilt es zu verstetigen, so der Präsident. Als Ziel für 2018 gab er das Erreichen der 700-Mitglieder-Grenze an. Mit dem Golferlebnistag am 6. Mai, an dem alle aus nah und fern eingeladen werden, setze man gleich zu Beginn einen Höhepunkt.


Wenige Tage zuvor, am 1. Mai, wird die Saison mit dem traditionellen Maibaumstellen inklusive einem großen Turnier eröffnet. Eingeladen sind alle Sonnenbühler und Freunde gepflegter Blasmusik aus der ganzen Region. Ein Zelt wird dafür sorgen, dass auch bei kühleren Temperaturen die Festfreude nicht getrübt wird.


Auch personell sei der Club gut aufgestellt, betonte die Vizepräsidentin Monika Pietschmann-Eschle: Mit Thilo Greiner wurde ein neuer Pro (Trainer) verpflichtet und Sabine Stach verstärkt seit 1. März das Sekretariat. Der Schwerpunkt der Arbeit im Sekretariat liegt in den nächsten Wochen ihren Worten zufolge in der Umsetzung der am 25. Mai in Kraft tretenden Europäischen Datenschutzgrundverordnung.


Als Zukunftsaufgabe beschreibt Präsident Rogotzki die Investition in eine Fotovoltaik-Anlage, um zumindest teilweise Energie autark zu sein. Im Lauf des Jahres wird ein Wirtschaftlichkeitsplan erstellt. Außerdem werden Überlegungen angestellt, wie ein öffentlicher 6-Loch-Kurzplatz zu realisieren wäre. Das Engagement der Mitglieder gehört ebenso mit zur Zukunftssicherung. Bei einer Enthaltung und ohne Gegenstimmen votierten die Mitglieder für die Einführung von Arbeitsleistungen von jeweils vier Stunden pro Jahr und Mitglied. Alternativ besteht die Möglichkeit, gegen Zahlung von 100 Euro davon entbunden zu werden.


Spielführer Michael Reiher zog ein positives Fazit bei den Ligamannschaften: Den Herren AK 50 gelang der Aufstieg in die zweithöchste Klasse in Baden-Württemberg, die anderen sechs Teams schafften den Klassenerhalt oder schrammten wie die AK 65 knapp am Aufstieg vorbei. Die Teilnahme an den Turnieren war laut Reiher sehr gut. 77 Turniere mit 2.435 Teilnehmern sprechen eine klare Sprache. Die Zahl der Turniergäste lag bei knapp 500. Zur starken Resonanz hat die zum zweiten Mal ausgetragene Turnierserie Race to Sonnenbühl beigetragen, die im Vorjahr gemeinsam mit dem befreundeten Golfclub Hechingen durchgeführt wurde. Für 2018 sind Optimierungen beim Modus der Turnierserie vorgesehen, um die Attraktivität weiter zu steigern.


Geehrt wurden die Vielspieler bei den Turnieren: Bei den Damen waren dies Elisabeth Schaal und Stefanie Ulmer, die jeweils 18 Mal ein Turnier mitgespielt hatten. Bei  den Herren war es Horst-Peter Wiegand mit 33 Teilnahmen.
Zum Schluss seiner Ausführungen machte der Spielführer noch auf Regeländerungen aufmerksam: Bereits ab 2018 wird Ready Golf gespielt. Solange niemand gefährdet oder gestört wird, soll aus Gründen der Zeitersparnis auch ein Ball gespielt werden können, der näher am Ziel liegt bzw. schon geschlagen werden kann. Das gilt für das private Spiel genauso wie für Turniere.

Horst-Peter Wiegand (rechts), Teamcaptain der AK 65 Herren hat 2017 sage und schreibe 33 Turniere im Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl gespielt und wurde dafür von Spielführer Michael Reiher geehrt - © GC Reutlingen-Sonnenbühl e.V.
Horst-Peter Wiegand (rechts), Teamcaptain der AK 65 Herren hat 2017 sage und schreibe 33 Turniere im Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl gespielt und wurde dafür von Spielführer Michael Reiher geehrt - © GC Reutlingen-Sonnenbühl e.V.

Greenkeeping-Vorstand Michael Maier berichtete über die Pflegemaßnahmen auf den Grüns, über die Sanierung des Teichs und die neue Roughpflege in 2018. Eine größere Anstrengung ist notwendig, um die im Dezember entstandenen Wildschweinschäden zu beseitigen. Betroffen ist eine Fläche von rund 6.000 Quadratmetern.
In Abwesenheit von Presse- und Öffentlichkeitsvorstand Jürgen Schaal trug Clubmanager Bernd Ruof dessen Bericht vor. Über das ganze Jahr hinweg, so Ruof, sei es durch Werbeanzeigen, Presseberichte und Kooperationen mit Firmen und Partnern gelungen, Interesse am Golfclub zu wecken. Für jüngere Zielgruppen sei ein Facebook-Account eingerichtet worden. Auch 2018 werde unvermindert die Werbetrommel gerührt, um neue Mitglieder zu generieren. Sein Dank galt nicht zuletzt dem Reutlinger General Anzeiger, der als Medienpartner die Arbeit des Golfclubs stark unterstütze.


Jugendwart Oliver Herrmann konnte über zahlreiche Aktionen berichten, die mit den Jugendlichen durchgeführt wurden. Positiv sei, dass die Zahl der Jugendlichen stabil geblieben ist. Für 2018 gehe es unter anderem darum, mit Schulgolf-Maßnahmen Zuwächse zu erzielen.


Sehr umfangreich und detailliert war wie immer die Jahresbilanz von Schatzmeister Ralf Merkel. Trotz großer Investitionen sei es gelungen, mit einem kleinen Plus das Jahr abzuschließen. Dass bei den Greenfee- und Turniereinnahmen das selbst gesteckte Ziel nicht erreicht wurde, führte er auf die schlechten Witterungsverhältnisse im September und Anfang Oktober zurück. Für 2018 präsentierte er einen ausgewogenen Haushaltsplan, der wie schon in den Jahren zuvor die Kostenkontrolle im Blick hat.


Angesichts der guten Zahlen fiel es Otto Leibfritz, Präsident des baden-württembergischen Golfverbands und Mitglied des GC Reutlingen-Sonnenbühl, leicht, die Mitglieder zur Entlastung des Vorstandes aufzufordern. Diese wurde einstimmig erteilt.

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