10. Garten Moser Turnier in Sonnenbühl

Die Schwäbische Alb in ganzer Pracht

von Jürgen Schaal

Die 10. Auflage des Garten Moser Turniers am 14. Juli 2019 war erneut eine Referenz an Gäste und Mitglieder des GC Reutlingen-Sonnenbühl e.V. Grüns und Fairways waren perfekt hergerichtet. Die Trockenschäden aus dem Jahrhundertsommer 2018 konnte man nur noch an wenigen Stellen sehen. Dazu gesellten sich dicht begraste Semiroughs und betörend duftende Blumenwiesen. Dies alles wartete darauf, per Kanonenstart erobert zu werden.

So trafen sich gut gelaunte 82 Golferinnen und Golfer Punkt 10 Uhr auf dem Meisterschaftsplatz am Rande des Biosphärengebiets Schwäbisch Alb, um bei bestem Golfwetter mit einem Mix aus Sonne und Wolken dem Jubiläumsturnier der Moserschen Greenkeeper die Ehre zu erweisen. Das Wetter schlug allerdings einen Haken, denn kurz vor den letzten drei Bahnen schüttete es derart viel Nasses vom Himmel, dass einem angst und bange wurde. Dann kam ein kräftiges Gewitter auf. Die Spielleitung musste per Kanonenschuss zwei Mal unterbrechen und die Teilnehmer in die Schutzhütten scheuchen.
 
Nach fünf Stunden schließlich war die gesamte Bagage mit den 18 Bahnen durch und um die Erkenntnis reicher, dass sich die Anschaffung guter Regenschutzkleidung beispielsweise in Barry’s Pro Shop durchaus lohnen kann. Zufrieden schlürften die Damen den von Moser gereichten Prosecco und die Herren ließen sich – ebenfalls von Moser spendiert – ein paar kühle Blonde die Kehlen runterlaufen. Flugs geduscht und nach der Maske ging es ins Clubhaus zur Abendveranstaltung. Da staunte man nicht schlecht – alle Tische waren voll besetzt. Wer nicht frühzeitig erschien, musste schauen, wo noch ein Platz frei war.

Vor der Siegerehrung und dem Menu begrüßte Pressevorstand Jürgen Schaal in Vertretung des Präsidenten die versammelten Gäste und Turnierteilnehmer. Er dankte herzlich den Moser-Chefs Rainer Wagner und Hartmut Höhne sowie dem Marketingleiter Norbert Rösch für die perfekte Organisation und die überaus großzügige Gestaltung des Turniertags. Auch Co-Chef Andreas Keppler, dieses Mal nur Gast der Abendveranstaltung, wurde herzlich willkommen geheißen. In seiner Ansprache bemerkte Schaal, dass es für alle Golfer auf der Welt zwei herausragende Themen gebe: Das Wetter und das Greenkeeping. „Beides hat Garten-Moser heute perfekt inszeniert. Der Platz war vom Feinsten hergerichtet und super zu spielen, wir hatten Sonne, Wind und Wolken. Kurz vor Schluss prasselten massenhaft faustdicke Regentropfen vom Himmel runter und dann gab’s noch ein kräftiges Gewitter – Golferherz was willst Du mehr“, so der Pressevorstand resümierend.

Keine Frage, wer im GC Reutlingen-Sonnenbühl fürs Greenkeeping verantwortlich ist. Garten Moser zeigte bei der 10. Auflage des gleichnamigen Turniers an markanten Stellen auf dem Meisterschaftsplatz selbstbewusst Flagge - © Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V.

Danach ergriff Rainer Wagner das Wort und dankte dem Club für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen elf Jahren. Sein Dank galt auch dem Sekretariat und Clubmanager Bernd Ruof für die hervorragende Durchführung des Turniers. Wagner ließ die Anfänge der Greenkeeping-Tätigkeit in Sonnenbühl Revue passieren und bemerkte die prima Leistungen seines Teams. Dabei hob er die anwesenden Isabell Herrmann, Manfred Kunrad und Philipp Wanderer besonders hervor. Das über 100 Köpfe zählende Publikum spendierte dafür einen lang anhaltenden Applaus. Dieser verstärkte sich noch, als Wagner versprach, auch im kommenden Jahr das beliebte Garten Moser Golfturnier in Sonnenbühl zu veranstalten. Im Vorgriff auf das zu erwartende Menu an diesem Abend lobte er den Wirt Bruno Casola mit der Ankündigung, dass Gutes in flüssiger und fester Form auf den Tischen serviert werde. Diesen Erwartungen wurde Bruno der Butler später in jeder Hinsicht gerecht.

Nun ging es ruck-zuck und Clubmanager Bernd Ruof läutete die Siegerehrung ein. Dazu rief er die Besten und Platzierten der verschiedenen Nettoklassen nach vorne. In der Nettoklasse A war dies auf Rang 3 Samuel Nusser mit 36 Punkten. Auf Platz 2 landete Oli Digel. Er schaffte 38 Punkte und verbesserte damit sein Handicap von 8,3 auf 7,9. Mit ebenso 38 Punkten aber dank Computerstechen auf Platz 1 landete Volle Brändle, der sich nun über ein Handicap von 8,0 freuen darf.

Die Nettoklasse B brachte auf Platz 3 Hans Göbel hervor. 36 Punkte sammelte er, wodurch sein Handicap unverändert bei 17,7 bleibt. Die 36 Punkte von Oliver Freudenmann bedeuteten Rang 2. Hans-Peter Frech sicherte sich mit 37 Punkten das Siegertreppchen und ein neues Handicap von 17,7.

In der Nettoklasse C zeigten mehrheitlich die Gäste, wo der Hammer hängt. Rang 3 belegte Moritz Hamm von der GolfCity Puchheim mit 36 Punkten. Viel Talent und ein sehr gutes Golfspiel zeigte der 13jährige Leander Nisar. Stolze 41 Punkte brachte er ins Clubhaus. Der Nachwuchsspieler vom GC Domäne Niederreutin belegte damit den 1. Platz und verbesserte sein Handicap von 29,5 auf 27,0. Genau dazwischen, nämlich auf Rang 2, schob sich mit 36 Punkten Lea-Sophie Herrmann vom Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl.

Bei der Verkündung der Sonderpreise durfte die 15jährige Herrmann gleich noch einmal nach vorne kommen. Beim Longest Drive der Damen katapultierte sie die Kugel unfassbare 275 Meter weit aufs Fairway der Bahn 13. Damit deklassierte sie den Gewinner der Herrenkonkurrenz, Rudolf Pfriender. Ohne seine Leistung schmälern zu wollen, schaffte Lea-Sophie einen um 44 Meter längeren Abschlag. Da fragt man sich, wo eigentlich die zahlreichen Single-Handicaper bei diesem Contest geblieben sind. Die höchste Präzision zeigte Tanja Lehmann beim Nearest to he Pin. Ihr Golfball kam nur 1,90 Meter vom Loch entfernt zur Ruhe.  Bei den Herren gewann diesen Wettbewerb Frank Amhoff vom GC Kirchheim-Wendlingen. Mit 34 Zentimetern vom Stock entfernt war er an diesem Tag einsame Spitze.

In der Königsdisziplin Brutto-Wertung war bei den Damen Nicolette Amhoff aus Kirchheim-Wendlingen an diesem Tag eine Klasse für sich. Sie erzielte 25 Punkte, was im Netto 40 Zähler bedeutete und eine Verbesserung ihres Handicaps von 11,0 auf 10,2 mit sich brachte.

Bei den Herren schaffte erstmals Stiven Kreicha mit 30 Punkten den Brutto-Sieg. Auch ihm gelang dank 39 Netto-Points eine Verbesserung des Handicaps von 9,7 auf 9,1. In seiner lässig vorgetragenen Brutto-Rede bemerkte Kreicha, dass es ihm eigentlich gar nicht klar ist, wo er alle diese Punkte geholt hat. Irgendwie muss es ja doch geklappt haben und irgendwie habe er sich aus vielen ziemlich misslichen Situationen am Ende immer wieder gerettet.

Was bleibt an diesem Abend war die Erkenntnis, dass Golf manchmal eben nicht zu erklären ist – auch nicht bei einem so schönen Turnier wie dem von Garten Moser. Wie auch immer der Sommer 2019 weitergeht, die Vorfreude auf das 11. Turnier der Grennkeeper von Garten Moser in 2020 ist schon jetzt riesig.

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