Spannung bis zum Schluss und darüber hinaus

Florian Rauscher und Sebastian Schnell gewinnen das Race to Sonnenbühl 2019 – Menorca wartet

von Jürgen Schaal

Es war ein verrücktes Finale beim diesjährigen Race to Sonnenbühl (RtoS). Niemand der Aspiranten um Platz 1 im Brutto oder Netto konnte sich seiner Sache sicher sein, denn die Macher des Turniers hatten sich etwas einfallen lassen: Es gab die dreifache Punktzahl auf den in die Wertung kommenden Plätzen 1-25 zu gewinnen. Keiner der beiden Führenden vor dem letzten Spieltag schaffte es am Ende seinen Platz zu verteidigen. Am Ende musste noch ein Stechen herhalten. Doch davon später.

Ein glückliches Händchen hatten die Organisatoren gehabt, als sie das Turnier um eine Woche auf den 12. Oktober verschoben: Statt Dauerregen und Temperaturen unter zehn Grad lachte die Sonne: Ein perfekter Golftag. Der Platz war vom Greenkeeping-Team bestens präpariert und so stand guten Scores nichts im Wege.

In zwei Nettoklassen wurde um den Tagessieg gekämpft. Um auf das Siegerpodest zu kommen, musste man sein Handicap in der Nettoklasse B unterspielen. Auf Rang 3 landete Erich Ott, der 37 Nettopunkte erspielte und sich von 24,0 auf 23,6 verbesserte. Platz 2 belegte Thomas Rinn, der mit 38 Netto von 33,5 auf 32,5 sein Handicap runterspielte. Sieger war – wie so oft in dieser Saison – Sebastian Schnell. Er spielte 39 Netto und ist nun bei Handicap 18, 5 (vorher 19,7) angelangt.

In der Klasse A erreichte Bernd Ruof mit 34 Netto den dritten Platz. Sebastian Keller auf Platz 2 (37 Netto) unterspielte sein Handicap von 8,5, auf 8,3. Erster wurde Horst-Peter Wiegand, ebenfalls 37 Netto, der sich von 12,9 auf 12,6 verbesserte.

Die Bruttowertung der Damen holte Michaela Werner mit 18 Zählern. Sie durfte als Siegerpreis ein Abendessen für Zwei im Hotel Aramis entgegennehmen. Mark Hummel gewann den Bruttopreis bei den Herren. 30 Bruttopunkte und 40 Netto brachten eine Handicap-Verbesserung von 9,7 auf 8,9. Er gewann einen Gutschein über ein Abendessen zu zweit im Hotel Restaurant Achalm.

Punktgleich auf Platz 1 nach 29 Turnieren im Race to Sonnenbühl landeten Florian Rauscher (Mitte) und Konstantin Keller. Zu den Gratulanten zählten Sponsor Udo Rogotzki (rechts), Clubsekretärin Sabine Stach und Vizepräsident Udo Paul (Zweiter von links) - © Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V.

Nach dem Hauptgang stieg die Spannung, denn Clubmanager Bernd Ruof ehrte gemeinsam mit Vizepräsident Udo Paul und Ex-Präsident Udo Rogotzki die Jahressieger. Letzterer freute sich nicht nur über die gute Resonanz beim Finale, sondern auch, dass die Turnierserie insgesamt nun schon das vierte Mal durchgeführt werden konnte und sich wachsender Beliebtheit erfreue. Rogotzki versprach, dass auch 2020 der Hauptpreis von ihm gesponsert werde.

Was ein schwaches Tagesergebnis am Finaltag bedeutete, davon konnte Udo Paul ein Lied singen. Fast die ganze Saison über stand er im Netto auf Platz 1. Doch Sebastian Schnell hatte sich langsam aber sicher an ihn herangearbeitet und setzte am letzten Spieltag zum Überholen an. Auch Mark Hummel zog noch an Udo Paul vorbei. Hummel reist als Zweitplatzierter für ein Wochenende ins Golf El Dorado Bad Griesbach. Udo Paul blieb nur gemeinsam mit Horst-Peter Wiegand Rang 3. In die Top 10 kamen Bernd Ruof, der Rang 5 belegte, vor Sebastian Keller, Jürgen Schaich, Wolf-Dieter Baumann, Thomas Rinn und Konstantin Keller.

Bei der Bruttowertung wurde das Feld völlig umgekrempelt. Da der führende Marco Freyers nicht antreten konnte, schien Bernd Ruof die besten Chancen auf den Bruttosieg zu haben. Florian Rauscher und Konstantin Keller nutzten jedoch dank der dreifachen Punktzahl, die es zu gewinnen gab, und den Plätzen 3 und 2 in der Tageswertung die Chance und stürmten nach vorne. Die Überraschung war komplett beim Blick auf die Punktetabelle. Rauscher und Keller wiesen exakt denselben Punktestand nach 29 Turnieren auf. Nun war guter Rat teuer, denn die Dunkelheit verhinderte ein mögliches Stechen, um den sportlichen Sieger zu küren. Platz 3 blieb Bernd Ruof vorbehalten, der sich über einen Gutschein für ein Wochenende in einem Porsche Boxster freuen durfte.

Florian Rauscher lobte bei seiner Bruttorede den Zustand des Platzes und die Organisation, angefangen bei der Gastronomie bis zu den Helferinnen des Arbeitskreises „Schön Hier“ und dem Sekretariat. Seinen Worten zufolge ist das Race to Sonnenbühl ein echter Gewinn im Turnierkalender. Die Turnierserie, die deutschlandweit ihresgleichen suche, fördere den sportlichen Wettbewerb und der Preis, die Reise, sei ein echtes Highlight. Er weiß wovon er redet, schließlich hat er gleich im ersten Jahr den Hauptpreis abgeräumt und eine Woche auf Menorca verbracht.

Udo Rogotzki, der die Menorca-Reise für den Brutto- und Nettosieger seit 2016 sponsert, zeigte sich großzügig: Er lud die beiden Punktgleichen im Brutto auf die Insel ein. Die sportliche Entscheidung musste jedoch her, denn auf der Wall of Fame im Clubrestaurant kann nur ein Sieger stehen. Und so spielten Florian Rauscher und Konstantin Keller im Matchplay-Modus wenige Tage später den Sieger aus. Florian Rauscher hatte das bessere Ende für sich und gewann das Spiel an Bahn 17.

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